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— Mai 2026

Bundeszentrale für politische Bildung (bpb): APuZ Aus Politik und Zeitgeschichte „Wer oder was ist die Zivilgesellschaft? Wandel, Konflikte und demokratische Ambivalenzen“ (Swen Hutter, Jana Priemer, März 2026)

Der Begriff Zivilgesellschaft ist heute allgegenwärtig und zugleich umstritten. Lange galt sie als Motor demokratischer Erneuerung, inzwischen wird sie unterschiedlich bewertet: als Schutzinstanz der Demokratie, aber auch als politisch problematische Akteurin. Dahinter steht ein Wandel vom klaren Leitbild hin zu einem umkämpften, offenen Konzept. Fest steht: Zivilgesellschaft wirkt nicht automatisch demokratiefördernd. Ihre Wirkung hängt davon ab, welche Akteure aktiv sind, welche Ziele sie verfolgen und in welchem politischen Kontext sie handeln. Demokratische und autoritäre Kräfte existieren oft nebeneinander und beeinflussen sich gegenseitig. Gerade in Zeiten wachsender Polarisierung steht Zivilgesellschaft von außen durch antidemokratische Einflüsse und von innen durch Rückzug und Fragmentierung unter Druck. Gleichzeitig ermöglicht die Zivilgesellschaft zentrale Orte für Begegnung, Dialog und gelebte Demokratie im Alltag. Für die politische Debatte gilt daher: Zivilgesellschaft sollte weder idealisiert noch pauschal kritisiert werden. Entscheidend ist, die Rahmenbedingungen zu stärken, die demokratisches Engagement langfristig ermöglichen.
Alle Informationen finden Sie hier.

Zuletzt bearbeitet: 21. Mai 2026
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